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Allgemeine
Geschäftsbedingungen
(AGB) der Reisebüros für
Reisevermittlungsleistungen
(Stand 11. Januar 2010)

1. Geltungsbereich


1.1. Das Reisebüro wird in den beiliegenden Vertragsunterlagen
und in der Homepage des Büros näher bezeichnet.
1.2. Das Reisebüro tritt auf der Grundlage dieser AGB
ausschließlich als Vermittler von Reiseleistungen, etwa von
Beförderungsleistungen (z.B. Flüge), sonstiger touristischer
Einzelleistungen (z.B. Hotelaufenthalte, Mietwagen u.a.), von
fremdveranstalteten Pauschalreisen sowie sonstiger Reiseleistungen auf.
Die Reiseleistungen werden von Veranstaltern und sonstigen
Leistungsträgern erbracht. Die Vertragsbeziehung bezüglich der
Reiseleistungen kommt direkt und unmittelbar zwischen dem
Reiseteilnehmer (Kunde des Reisebüros) und dem jeweiligen Veranstalter
oder sonstigen Leistungsträger zustande. Das Reisebüro nimmt die
Anmeldungen bzw. Reservierungen der Reiseteilnehmer entgegen und
vermittelt den Abschluss des Reisevertrags mit den Leistungserbringern.
1.3. Für Buchungen ist der Inhalt der mit dem Veranstalter oder
den sonstigen Leistungsträgern abgeschlossenen Verträge einschließlich
der Allgemeinen Reisebedingungen der Veranstalter oder sonstigen
Leistungsträger maßgeblich. Das Reisebüro ist an den vermittelten
Reiseleistungen vertraglich nicht beteiligt.

2. Anmeldung / Buchung / Reiseinformation

2.1. Anmeldungen bzw. Buchungen können schriftlich, mündlich,
fernmündlich oder auf elek-tronischem Wege (z.B. E-Mail) vorgenommen
werden. Mit der Anmeldung / Buchung beauftragt der Reiseteilnehmer das
Reisebüro verbindlich mit der Vermittlung eines Reisevertrages zwischen
ihm und dem Reiseveranstalter bzw. sonstigen Leistungsträger.
2.2. Der Reiseteilnehmer ist an seine Anmeldung bzw. den
Buchungsauftrag gebunden.
2.3. Die Vertragspflicht des Reisebüros ist auf die
ordnungsgemäße Vermittlung der Reiseleistungen beschränkt. Soweit
Informationen über Reiseleistungen durch das Reisebüro an den
Reiseteilnehmer weitergegeben werden, ist damit keine eigene Haftung
oder Zusicherung des Reisebüros verbunden. Das Reisebüro übernimmt
insbesondere keine Haftung oder Garantie für den Reiseerfolg.

3. Buchungsbestätigung


3.1. Anmeldungen / Buchungen werden durch die Veranstalter oder
die sonstigen Leistungsträger schriftlich bestätigt.
3.2. Reiseteilnehmer sind verpflichtet, die ihnen zugegangene
Buchungsbestätigung unverzüglich auf ihre Richtigkeit und
Vollständigkeit zu überprüfen und dem Veranstalter oder sonstigen
Leistungsträger auf Unrichtigkeiten oder Abweichungen hinzuweisen.
3.3. Flugtickets werden den Reiseteilnehmern grundsätzlich per
Post oder per E-Mail als elek-tronisches Ticket übermittelt. In
Ausnahmefällen werden für den Reiseteilnehmer Tickets bei der Fluglinie
hinterlegt. Voraussetzung für die Zustellung / Hinterlegung ist die
vollständige Zahlung des Reisepreises. Linienflugbuchungen können
grundsätzlich nur bis zu drei Tage vor Abflug entgegengenommen werden.
3.4. Bei Pauschalreisen erhält der Reiseteilnehmer die
Unterlagen per Post oder am Flughafenschalter. Für Einzelheiten sind
die Hinweise auf der Buchungsbestätigung maßgeblich.

4. Haftung des Reisebüros


4.1. Angaben über Reiseleistungen beruhen auf den Informationen
der Veranstalter oder sonstigen Leistungsträger. Das Reisebüro gibt
keine eigenen Zusicherungen oder Garantien für Richtigkeit,
Vollständigkeit oder Aktualität der dem Reiseteilnehmer vermittelten
Informationen.
4.2. Das Reisebüro haftet bei Schäden nur für Vorsatz oder grobe
Fahrlässigkeit. Diese Haftungsbeschränkung gilt nicht für die
Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit oder wesentlicher
Vertragspflichten.

5. Umbuchungen / Rücktritt

5.1. Der Reiseteilnehmer kann jederzeit vom Vertrag
zurücktreten. Der Reiseveranstalter kann im Falle des Rücktritts eine
angemessene Entschädigung verlangen. Die Höhe der Entschädigung richtet
sich nach dem Reisepreis unter Abzug des Wertes der vom Veranstalter
ersparten Aufwendungen sowie danach, was er durch anderweitige
Verwendung der Reiseleistung als Ausgleich erwerben konnte.
5.2. Bei einem Rücktritt vor Reisebeginn kann der Veranstalter
unter Berücksichtigung der gewöhnlich ersparten Aufwendungen und der
anderweitigen Verwendung der Reiseleistung grundsätzlich einen
Prozentsatz des Reisepreises als Entschädigung verlangen. Die Höhe der
Entschädigung ist in den Reisebedingungen des jeweiligen Veranstalters
geregelt. Dem Reiseteilnehmer ist die Behauptung und Beweisführung
dafür gestattet, dass ein Schaden oder eine Wertminderung überhaupt
nicht eingetreten oder wesentlich niedriger ist als die geltend
gemachte Pauschale.
5.3. Bis zum Reisebeginn kann der Reiseteilnehmer verlangen,
dass statt seiner Person ein Dritter in die Rechten und Pflichten des
Reisevertrags eintritt. Der Veranstalter kann dem Eintritt des Dritten
in den Vertrag widersprechen, wenn dieser den besonderen
Reiseerfordernissen nicht genügt oder seiner Teilnahme gesetzliche
Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen. Tritt ein
Dritter in den Vertrag ein, so haftet er und der Reiseteilnehmer dem
Reiseveranstalter als Gesamtschuldner für den Reisepreis und evtl.
durch den Eintritt entstehende Mehrkosten.
5.4. Das Reisebüro empfiehlt dem Reiseteilnehmer den Abschluss
einer Reiserücktrittskostenversicherung.
5.5. Bei Stornierungen von Flugbuchungen nach der
Ticketausstellung wird grundsätzlich eine Stornogebühr von € 150,00 pro
Ticket erhoben. Sollte es sich um Sondertarife handeln, kann im
Einzelfall die Gebühr höher sein. Wenn eine anderweitige Verwendung des
Fluges nicht möglich ist, kann die Stornogebühr bis zu 100 % des
Ticketpreises ausmachen.
5.6. Bei Stornierungen von Flugbuchungen bei Sonder- und
Charterflügen wird in Abhängigkeit der verbleibenden Zeit bis zum
Abflugdatum eine Pauschale in Form eines Prozentsatzes des Reisepreises
erhoben. Die Höhe der Pauschale ist in den Reisebedingungen des
jeweiligen Veranstalters geregelt.
5.7. Reiseveranstalter können vertragliche Leistungen ändern
oder von diesen abweichen, wenn die Änderung oder Abweichung unter
Berücksichtigung der Interessen des Reiseteilnehmers für diesen
zumutbar sind. Zumutbarkeit ist immer dann gegeben, wenn der Anlass für
die Änderung auf Umstände zurückzuführen ist, die vom Veranstalter
nicht beeinflusst werden können, wie Naturkatastrophen, Kriegs- oder
kriegsähnliche Auseinandersetzungen, Streiks, terroristische Anschläge,
Krankheiten, politische, wirtschaftliche und sonstige Ereignisse, die
eine Reiseleistung in Frage stellen. Unter unverzüglichem Hinweis auf
die Nichtverfügbarkeit der Leistung kann sich das Reisebüro von der
Leistung lösen. Gegenleistungen sind zu erstatten. Im Übrigen gilt §
651 j BGB.

6. Hinweis auf besondere Bestimmungen

6.1. Soweit Auskünfte über Pass-, Visa-, Einreise- und
Gesundheitsbestimmungen erteilt werden, ist grundsätzlich auf die
jeweiligen nationalen oder internationalen gesetzlichen oder sonstigen
Regelungen abzustellen. Das Reisebüro geht vorbehaltlich einer anderen
schriftlichen Erklärung des Reiseteilnehmers davon aus, dass dieser
deutscher Staatsangehöriger ist. Das Reisebüro ist hinsichtlich der
Informationen auf die Angaben Dritter (Veranstalter und sonstige
Leistungsträger) angewiesen. Das Reisebüro gibt insoweit keinerlei
Zusicherungen oder Garantien für Richtigkeit, Vollständigkeit oder
Aktualität dieser Informationen. Eine Haftung des Reisebüros wird
abgesehen von Vorsatz und grober Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Dem
Reiseteilnehmer wird empfohlen, selbst Informationen über die
gesetzlichen Bestimmungen des Ziellandes einzuholen und sich
rechtzeitig auf evtl. geänderte Umstände einzustellen.
6.2. Bei Flugreisen informiert das Reisebüro den Reiseteilnehmer
im Rahmen der Reisevermittlung über die Identität des ausführenden
Luftfahrtunternehmens.
6.3. Das Reisebüro hat keine gesonderte Aufklärungs- oder
Hinweispflicht für gesetzliche oder auf sonstige Weise reglementierte
Reisebedingungen bezüglich des Ziellandes oder sonstiger Reiseumstände.

7. Zahlungsverkehr

7.1. Soweit Pauschalreisen vermittelt werden, sind Zahlungen
fällig, wenn der Sicherungsschein des Veranstalters beim
Reiseteilnehmer eingeht. Zahlungen sind spätestens vor Reiseantritt bei
Aushändigung der Reiseunterlagen fällig. Anzahlungen sind zu dem auf
der Buchungsbestätigung angegebenen Zeitpunkt fällig.
2. Bei Leistungen, für die ein Sicherungsschein nicht
erforderlich ist, wird die Zahlung des Reisepreises mit erfolgter
Buchung, spätestens vor Reiseantritt bei Aushändigung der
Reiseunterlagen fällig.
3. Zahlungen können erfolgen durch:
* Bankeinzug
* Kreditkarte
* Überweisung
* Barzahlung im Reisebüro
4. Für abweichende Zahlungsbedingungen sind die Hinweise der
Reiseveranstalter maßgeblich. Mit Zustimmung des Reiseteilnehmers
können Zahlungen über Kreditkartennummern oder per Lastschrift
eingezogen werden.
5. Storno-, Bearbeitungs- und Umbuchungsentgelte sind sofort
fällig.
6. Das Reisebüro erfüllt die ihm obliegende Leistung aus dem
Vermittlungsvertrag mit der Bereitstellung der Reiseunterlagen, wie
Flugscheine, Voucher u.a. in den Geschäftsräumen des Reisebüros. Werden
Dokumente vom Reisebüro an den Reiseteilnehmer versandt, trägt dieser
die Gefahr mit dem Zeitpunkt der Aufgabe zur Post oder mit der Übergabe
an einen Überbringer.

8. Verjährung


1. Ansprüche gemäß §§ 651 c bis 651 f BGB hat der
Reiseteilnehmer innerhalb eines Monats nach der vertraglich
vorgesehenen Beendigung der Reise gegenüber dem Reiseveranstalter
geltend zu machen. Nach Ablauf dieser Frist kann der Reiseteilnehmer
Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der
Einhaltung der Frist verhindern war.
2. Im Übrigen gelten § 651 g BGB sowie die allgemeinen
gesetzlichen Bestimmungen.

9. Sonstige Regeln


1. Es gilt Deutsches Recht.
2. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des
Vermittlungsvertrags führt nicht zur Unwirksamkeit des Reisevertrages.
Gleiches gilt für die Unwirksamkeit des Reisevertrages im Verhältnis
zum Vermittlungsvertrag.
3. Für den Gerichtsstand ist der Wohnsitz des Reiseteilnehmers
maßgeblich, soweit es sich um nicht gewerblich tätige Personen handelt.
Bei gewerblichen Kunden ist der Sitz des Veranstalters maßgeblich.
4. Sofern keine Regelung im Vermittlungsverhältnis zum
Reisebüro oder in den einbezogenen Veranstalterverträgen eingreift,
gelten im Zweifel die gesetzlichen Bestimmungen gemäß §§ 651 a ff BGB.

Ihr Reisebüro Günter Poot GmbH